
Siegel-Spiegel "10-01"
Montag, 26. März 2007
Serie:
„Wenn Zahlen sprechen könnten“
David McLion
Dieser Artikel von David McLion erschien erstmals in MATRIX3000 – Band 7 – unter der Rubrik THEOMETRIE. Für VITAO-spezial wurde der Beitrag vom Autor in etwas gekürzter Form neu aufbereitet.
THEOGRAPHIE*)
*) David McLion hat aufgrund der zunehmenden Verwendung und Verfremdung des Begriffs THEOMETRIE in Bereichen, die mit der Wortauslegung im Sinne McLions Terminologie nichts bis wenig mehr gemein haben, den Begriff THEOMETRIE zu THEOGRAPHIE (des Schöpfers Glyphen) gewandelt. Diagramme im Kontext der THEOGRAPHIE heissen in künftigen Publikationen THEOGRAMM (siehe auch THEOGRAMM 04 und THEOGRAMM 00). Beide THEOGRAMME sowie deren textliche Ergänzungen / Auslegungen stammen aus Veröffentlichungen von David McLion - wurden aber in Wikipedia urheberrechtlich freigegeben.
Alle Artikel aus MATRIX3000 - welche den Begriff THEOMETRIE verwendet haben - sind in "VITAO-spezial" entsprechend überarbeitet. [DMCL 28.03.2007 13:44]
THEOGRAPHIE geht davon aus, dass das Universale-Prinzip im Sinne einer Bewusstseins-Einheit sich in fraktalen Musterbeispielen (Symbolik) offenbart. Diese Muster sind jeweils Teil einer allumfassenden vereinheitlichenden Netzwerk-Perspektive, die sich auf den drei Weltachsen XYZ aufbaut. Allein das fokusierende Bewusstsein ist imstande und befähigt, die ineinander verwobenen Dimensionen (Teilaspekte) zu einem Ganzen zu vereinen. „Wahrheit“ definiert sich somit als die Summe all solcher Standort-Betrachtungen, die räumlich wie dynamisch (vitalisiert) gesehen, im mer wieder die Universale Einheit reflektieren. Zahl, Wort und Zeichen (Buchstabe) repräsentieren in diesem Prozess Struktur und Dynamik, Urbild und Funktion, Urinformation und Wegweisung auf der Reise zwischen den Welten des Innen wie Aussen.
Projektentwicklung VITAO-Zentrum für Umwelt, Bildung und Kultur in den Alpen der Ostschweiz (Glarus-Süd - Tierfehd) Gestaltung des Gesamtkomplexes: David McLion
Die Metapher der Symbolzahl "10-01"
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: genau 1001 – also eines mehr als tausend. Und dieses „Bild der 1001 Worte“ tragen wir ahnungslos in uns oder mit uns herum. So zu sagen als kleinen blinden Passagier. Oder auch als Siegel auf einem Faltplan auf dem es in Glyphen niedergeschrieben steht: das Geheimnis unserer Identität – unserer gemeinsamen Herkunft.
Und es ist eingraviert in geologischen Mustern eingefrorener Zeit, dem Krater auf dem ATLANTIS erbaut wurde (siehe Heft 8 Matrix3000), ist Bestandteil der gespiegelten 10, einer Zahlensymbolik, die uns mit der EINHEIT (EINS) und der SEINHEIT (NULL) konfrontiert. Im ZahlenbildCode 10-01 ist der Code des Faltplans verschlüsselt. Wer ihn zu öffnen versteht, erhält Orientierung nebst Standort-Analyse sowie Sinn und Zweck unserer Reise auf dieser Welt..
Also beginnen wir zunächst mit der Suche nach dem kleinen blinden Passagier. Wo versteckt er sich? Er ist in Tat und Wahrheit in geheimen Diensten: sieht alles, nimmt in seinem Brennpunkt alles wahr, ist von Natur aus aber verschlossen und versiegelt. Er weiß nichts über seine Existenz, wir selbst haben ihn nie sehen können. Und dennoch tragen wir ihn mit uns herum, sogar im Zentrum unseres Wahrnehmungsvermögens. Er ist eine Art Null, ein „Schwarzes Loch“ oder besser ein „Weißer Fleck“ auf der Landkarte unseres Sehvermögens, dem Netzwerk unseres Auges: der blinde Fleck, wie man ihn nennt.
Die horizontale Wahrnehmung
Im theometrischen Bildcode 1001 hütet dieser blinde Passagier das Geheimnis der Horizontalen Wahrnehmung. Denn im Gegensatz zur vertikalen, welche uns ein mehr oder weniger scharfes, spiegelverkehrtes Abbild ermöglicht, entsteht auf der horizontalen ein latentes Bild der Wirklichkeit. Dieses Bild aber kann auf unserer Netzhaut nicht mehr empfangen werden, weil es das ganze Spektrum auf einen einzigen verbindlichen Punkt bringt. Genauer gesagt auf eine Verbindungs-Linie, die wir aber nur noch als Punkt identifizieren können. Weil wir naturgemäß sehr oberflächlich schauen, nur von einseitigen Standpunkten urteilen. Dabei geht uns die holistische Perspektive, das Spektrum der TIEFE verloren. Mittels dieser verlorenen Dimension - einer Art Netzwerk-Perspektive - wollen wir jetzt gemeinsam diesen Linien-Punkt decodieren - besser gesagt entziffern. Denn wir tun dies mittels Ziffern-Analogien der Zahlen 1 bis 12.
10-01 = EINS-SEIN
1001 - dieses Zahlenbild, welches wir aus der Erzählung „1001 Nacht“ kennen, ist ein theometrisches Ur-Logo. Ein Teil unseres Corporate Identity/-Design/-Network. Es hat etwas zu tun mit Gestalt werdender Netzwerk-Identität. Das Logo – es könnte unser eigenes sein, oder das Logo unserer Familie, quasi unser Familienwappen. Es könnte aber auch das Wappen unserer Stadt sein oder des Landes, in dem wir beheimatet sind. Und es könnte das Logo unseres Staates sein. Schließlich leben wir alle im gleichen globalen Dorf. Und so ist es natürlich auch unser gemeinsames Dorfwappen oder Vereinswappen. Nicht zuletzt entstammen wir alle der gleichen Urheimat - nennen wir sie einmal VITAO - den Ursprung unseres gemeinsamen Lebensweges. Weil wir aber zunächst nur ein gespiegeltes - oder auch ein gespaltenes Bild empfangen - also eine Kopie des Originals - soll jetzt einmal der Versuch unternommen werden, dem ORIGINAL auf die Spur zu kommen. So entspricht unser globales Dorf bereits einer Vision der Wirklichkeit, einem Aspekt unverfälschter Quelldaten. Sie sind ein Teil des Inhalts unseres versiegelten Umschlags. Ja, sie entsprechen der Vorstellung vom ALLES-NICHTS, der EINS-NULL, dem Ur-Teilchen EINS-SEIN. Um jetzt aber mehr darüber zu erfahren, müssen wir das Siegel brechen, dürfen vom verbotenen Apfel kosten, uns verführen lassen ...
VITAO ist zeitlos gegenwärtig
Und schon sitzen wir hier vereint und vergnügt am Globalen Stammtisch unserer Berghütte, gefertigt aus dem Holz unseres gemeinsamen Stammes. An diesem Stammtisch sind wir uns alle EINS. Doch wo man sich EINS ist, da gibt es bekanntlich kein spannungsgeladenes Gespräch, keine politischen Ansichten, keine Vertreter von Links, Rechts oder der Mitte - alle am Stammtisch verstehen sich sprachlos. Und so meint einer von uns plötzlich: „Mir ist langweilig. Dieses Friede, Freude, Eierkuchen geht mir auf den Wecker. Ich will raus! Ich will endlich mal wieder was erleben, muß wissen, was draußen in der Welt los ist…“ - steht auf und will gehen. Wir alle sind entsetzt. Betrachten ihn als Verräter unserer Einheit. Beratschlagen. Überlegen was zu tun sei, was man ihm, dem Abtrünnigen, mitgeben könne, quasi als Rückversicherung, wenn ihn das Herumreisen in der Welt anöde und er an den VITAO-Stammtisch zurückwolle. Und so kommen wir auf die Idee, ihm ein Kärtchen mit auf die Reise zu geben, sozusagen in multifunktionaler Bedeutung: als Identitätskarte, auf dem zu lesen ist, wer er sei - von wo er komme und in welcher Mission er unterwegs sei – und das mittels eines einfachen Strichcodes HORIZONTAL-VERTIKAL-DIAGONAL (XYZ) so daß er in jedem Land verstanden werde. Und was glauben Sie wer dieser Ausreiser war und ist? Genau - ein jeder von uns ist ein solch Abtrünniger. Einer, der sich aus der Ur-Einheit, dem Ur-Stammtisch herausgestohlen hat, sich auf die Reise in der ZEIT begibt. Somit befindet sich ein jeder von uns quasi auf der Rückreise. Und damit wir die Orientierung auf diesem Weg nicht verlieren, tragen wir den blinden Passagier mit uns herum. Auf der Suche nach RELIGIO, dem Logo der Rückversicherung, der Ur-Information 10-01 hilft er uns mit der Welt der Gegensätze klar zu kommen.
Die Einheit von Abstand und Verbindung
Teilen wir einmal das Wort WISSENSCHAFT in seine Bestandteile WISSEN und SCHAFT und wenden uns zunächst dem Begriff SCHAFT zu. Im Duden werden wir geradezu überhäuft mit Bedeutungen aus unterschiedlichsten Bereichen: Ursprünglich steht dieses Wort für Speer oder Speerschaft. Mit diesem Begriff ist aufs engste verbunden die Hand-Waffe, die Kraft, mit der sie geworfen wird - und schließlich das Ziel, auf das dieser Speer gerichtet ist. Das Ziel wird ursprünglich wohl die Tötung sein, oder das Verletzen, das Aktionsunfähig machen, die Spaltung eines Ganzen in seine Teile. Deutlicher wird dies beim Schaft eines Meißels oder eines Messers, mit dem das Zielobjekt zerteilt, geformt, auseinander geschnitten werden soll, um es in kleinen Happen konsumieren zu können – wenn es sich um beispielsweise Fleisch oder Nahrung generell handelt.
Der Begriff schafft demzufolge Assoziationen zwischen Trennung und Verbindung. Beides scheint einander zu bedingen. In Verbindung mit dem Wörtchen WISSEN kommt folgendes Bild zustande: Die Wissens-Speerschaft ist die Mutter der Offenbarung. Lassen Sie mich das kurz erläutern. WISSEN braucht es nur, wenn als Polarität UNWISSENHEIT steht. Unwissenheit ist jedoch nicht gleichzusetzen mit Dummheit. Denn Unwissenheit oder Nichtwissen kann auch bedeuten, daß man das Wissen überhaupt nicht benötigt.
Am VITAO-Stammtisch in der Urzelle der EINHEIT - da wo wir insgeheim alle sitzen, wo keine gespaltenen Meinungen oder Ansichten oder Standpunkte existieren, braucht es kein Wissen. Solches wird vielmehr erst dann benötigt, wenn einer den Tisch verlässt um auf die Reise zu gehen, quasi als Plan oder Orientierung – als Rückversicherung, als Herkunftslogo.
NICHTWISSEN / NULLWISSEN / ALLWISSEN wird durch den Ausbruch des Einzelnen in die Welt der Äußerlichkeiten geteilt, aufgeschnitten, aufgemeiselt in Brocken, die geformt werden wollen, gestaltet in vielfältige Muster und Erscheinungen, mit dem Ziel, diese VIELFALT wieder auf den gemeinsamen Nenner zu bringen: das Logo - die Vereinheitlichung all dessen, was analytisch seziert, geteilt, aufgeschnitten und konsumiert wurde.
Das alles impliziert WISSEN-SCHAFT. Denn was getrennt wird, geteilt, auf Distanz gebracht wird, sich vom Kern entfernt in die äußeren Schalen des Systems, das ist bereits auf dem Rückweg – ob wir wollen oder nicht, denn INNEN ist/wird AUSSEN: Ein Pfeil der auf einer Kugel abgeschossen wird, kommt automatisch auf den Absender zurück. Spaltung (Abstand) und Wiedervereinigung (Verbindung) sind wie die zwei Seiten ein- und derselben Medaille.
Und wenn wir unser Logo genau anschauen, so erkennen wir in den beiden Pfeilen oder Dreiecken die beiden Richtungen: was nach oben oder außen geschossen wird, kehrt sich um, fällt wieder herunter oder taucht erneut ein, um schließlich wieder nach oben geschossen zu werden.
Greencard fürs VITAO-Land
Zurück zu unserem ausgewanderten Stammtischbruder oder auch unserer Stammtischschwester. Sie gehören nach wie vor zum VITAO-Stammtisch der Ältesten oder auch zum ewigen Jungbrunnen des Systems, repräsentieren diesen in der Außenwelt. Das, was sie (Sie) mit dem Stammtisch verbindet, rückverbindet oder auch vorwärts verbindet - wie der Pfeil auf der Kugel – ist das Logo, die Visitenkarte. So haben wir es im Grunde genommen mit drei Aspekten zu tun:
- dem Stammtisch als ersten und letzten Aspekt ursprünglicher EINHEIT
- dem(r) Stammtisch-Bruder (Schwester) als 2. Aspekt und
- dem Weg, der Reise, der zu überwindenden Strecke, dem Schaft zwischen Wurzel und Krone
Die neue Perspektive bringt also Beurteilungs-Probleme mit sich. Und damit Konflikt-Situationen. Die unterschiedlichen Betrachtungs-Möglichkeiten sorgen für Zwist, Zweifel und zunehmenden Zwiespalt. Das ist in der Welt der Polarität einmal so. Aus Dualität wird Polarität. Aus den zwei Seiten ein und derselben Medaille werden plötzlich verfeindete Wahrheits-Ansprüche. Der Krieg ist ausgebrochen …
Die VITAO-Netzwerk-Perspektive
Mit dem Krieg der aufeinander prallenden Perspektiven sind wir an einem Punkt im Logo angelangt, welcher aufatmen läßt: die Netzwerkperspektive. Angenommen, unsere wahrnehmende Netzhaut hat sich innerhalb der letzten Minuten etwas verfeinert, so möchte ich Sie jetzt mit einer etwas höheren Sicht dieses Logos vertraut machen - oder auch mit tieferen Einsichten. Nämlich dem, was durch den blinden Fleck bisher nicht sichtbar wurde. Wobei wir einen Aspekt dieses Unsichtbaren bereits erkannt haben, nämlich den Konflikt. Diese Konfliktsituation der DREI ist ja so vielseitig, daß wir ihr keinerlei festgefügte Form zuordnen können. So ist und bleibt sie ein Synonym für DAS PRINZIP DER AUSEINANDERSETZUNG. Damit repräsentiert sie den WEG, das Hin- und Her, das ZWISCHEN den Polen, das Weder-Noch, das Eine ODER das Andere, die Pendelbewegung, den Abstand wie gleichermaßen das Bedürfnis nach Verbindung - ja die LIEBE. Denn Liebe macht nur einen Sinn, wenn Trennung angesagt ist. Im EINSSEIN gibt es keine Liebe, denn EINSSEIN = LIEBE. Wenn aber das Kräftespiel/Wechselspiel der DREI die Auseinandersetzung wie gleichermaßen das Harmonie-Bedürfnis in Gang setzt, dann existiert innerhalb der DREIFALTIGKEIT ein VIERUNGS-Instrument oder auch neben oder innerhalb des sichtbaren Streitpunktes ein unsichtbarer Punkt der uns zu Lösung führt (viert). Die Gespaltenheit wäre aus der Welt, das Harmonie-Bedürfnis hätte gesiegt, Happyend auf der ganzen Linie …
Damit hätten wir den Aspekt der 4. Dimension wahrgenommen, den blinden Fleck auf unserer Netzhaut zum Sehen erweckt. Die, der Spaltung anheim gefallene Wissen-Schaft, wäre zu einer Vereinigenden Wissenschaft emporgehoben; das Fallbeil, resp. der über uns schwebende Schwertschaft des Damokles wäre außer Kraft gesetzt, weil wir räumlich gesehen mehr in die Tiefe der Zusammenhänge sehen und dieser nun seiner Funktion beraubt wurde. Denn Bange machen gilt hier nicht, Ängste vor Gespaltenheit sind überwunden, ihre Wirkung ist aufgehoben, neutralisiert.
Die Polarität des ewigen Hin und Her hat sich im 4-dimensionalen Raum der Konfliktlösung ad absurdum geführt: aus JA oder NEIN, ENTWEDER - ODER wurde ein SOWOHL-ALS-AUCH. Das Leben mit unendlich vielen Wahrheiten ist ein Leben im Netzwerk. Hier ist alles Mittelpunkt, jede Meinung ist Teil einer verbindenden Wahrheit. Plötzlich sehen wir mit einem Superauge sowohl die eigene Perspektive, wie auch die unseres Gegenübers. Jeder gesteht jedem seinen Wahrnehmungs-Horizont zu im Sinne einer verbindenden, verbündenden Wahrheit.
Der Quantensprung in die Vier
Mit der Erkenntnis dieser VIER haben wir uns gewandelt, sind wir zum Ur-Sprung des Stammtisches zurückgekommen. Wir haben das LOGO begriffen, es auf einer neuen Ebene verstanden, sind also nicht über den gleichen Weg zurückgekommen sondern sind mittels des „Quantensprungs in die Tiefe der Zusammenhänge“ zunächst eingetaucht oder auch untergetaucht im neutralen Raum des „Sowohl-Als-auch“.
Somit haben wir keinen Kreislauf hinter uns, im Sinne von „Bitte einmal Hin- und Zurück“ sondern schon eher eine Weltreise um die Erde, auf dem Landweg wie in der Luft und zu Wasser (siehe Form „L“ (Spiralweg)).
Wir haben damit auch den „Stift“ überwunden. Den ewigen Unruhestifter in uns. Den Lehrling oder Auszubildenden. Der Stift im Sinne von etwas Kleinem, Steifen, Geringwertigen. Oder etwas dünnerem, länglichen, an einem Ende zugespitzten Stück aus Metall oder Holz, das zum Befestigen oder Verbinden von etwas in etwas hineingetrieben wird. In dieser Funktion haben wir als DREI unsere Aufgaben erfüllt, haben so gut wie möglich versucht, Gegenteiliges per Kraftanstrengung zusammenzuschmieden. Bis wir gelernt haben, auf dem Weg des geringsten Aufwandes und des geringsten Widerstandes weniger zu spalten als vielmehr zu fusionieren (falten / vielfältig ausgestalten). Aus dem Stift wurde die Stiftung, wurden Vertreter einer geistigen Körperschaft oder auch eine Baulichkeit, deren Sinn und Zweck darin besteht, die VIER sichtbar zu machen. So kann im Laufe der Zeit ein VIERUNGS-Muster entstehen, im Sinne eines Führungs-Modells, um die nach wie vor auseinander driftenden Wissenschaften auf das ihnen überlagerte Logo der 1001 zu vereinen. Die DREIFALTIGKEIT ist - so verstanden - ein VIERUNGS-Instrument, eine Rückvierung (RELIGIO).
Spannungsgeladener Tetraeder
Diejenigen, welche sich mit der Vielfalt der Körper oder auch den 5 Platonischen Körpern auseinandergesetzt haben, kennen den VIERKUGLER, dessen Form uns zunächst mit dem Dreieck konfrontiert, der in Wahrheit aber auf dem Prinzip der Vier basiert. Denn von der Seite gesehen bleibt uns die Form des Fundaments verborgen. Erst von einer höheren Warte wird uns gewahr, daß es sich beim TETRAEDER um einen Körper handelt, dessen 4 Flächen gleichseitigen Dreiecken entsprechen.
Im Rundumgang um diesen Körper erlebt das beobachtende Auge ein Wechselspiel zwischen Symmetrie und Asymmetrie. Wobei beide Empfindungsmuster aus ein und derselben Quelle hervorspringen – quasi aus der Tatsache heraus, daß der Mittelpunkt nicht in der optischen Mitte des Körpers, sondern wie die Architekten sagen, aus seinem Schwerpunkt (Nullpunkt) heraus gebildet wird.
Spannung (Sehen und Empfinden in polarer Gegensätzlichkeit) wird also in diesem Beispiel durch einseitige Sicht hervorgerufen. Nur wer die höhere Sicht von oben einnimmt – oder auch von unten - wenn der Körper transparent ist – erkennt das höhere Gesetz. Ganzheitliches Sehen vermag also die Spannung aufzuheben, die durch Oberflächlichkeit oder einseitige Beobachter-Standpunkte entsteht.
Big-Brother-Kontrollperspektive
Mit diesen 4 Aspekten schließlich haben wir – ohne es zu wollen – einen 5. Aspekt ins Leben gerufen: die 5. Dimension der Wahrnehmung oder auch die Spitzenposition des Beobachters: Die Pyramiden-Spitze. Sie entspricht in diesem Kontext dem wahrnehmenden Wesen – dem Menschen. Und was zwischen uns abläuft ist Kommunikation. Ein Hin- und Her von unsichtbaren Gedankenteilchen oder auch Rasterpunkten mit dem Ziel, eine möglichst kunstfertige Reproduktion der Urheimat VITAO hervorzubringen: Unsere Bildformel „1001“. Kommunikation verbindet, kann aber nur entstehen, wenn die Botschaft aus differenzierenden Teilchen besteht (Tonfolgen, Alphabet, Zahlen etc.). Auch hier gilt also das Gesetz: Nur Ungleiches verbindet sich zur Ganzheit, denn Gleichpoligkeit stößt sich ab. Die Kontroll-Perspektive ist gekrönt von Individualität und Spezialisierung im Symbol der 5, mit dem Ziel der Schaffung eines größeren Zusammenhangs, einer verbindenden Perspektive im Netzwerk oder auch einer lebendigen gemeinsamen Metasprache.
Bewußt erlebte Unterschiedlichkeit mit dem Ziel, daraus etwas Größeres, Neues (schöpferische Vielfalt) entstehen zu lassen - solches entspricht vergeistigter Sexualität im Sinne der Zahlensymbolik „6“ oder auch der sechsten Dimension: Die Art und Weise wie abgemeißelte Gedankensplitter miteinander Sex haben, um sich in religio zu verbünden, neues Gedankengut entstehen zu lassen.
Im Unterschied zum Ur-Stammtisch „10“, an dem Langeweile aufkommen kann, weil sich alles EINS ist, soll hier am Welten-Stammtisch „01“ zwar ebenfalls Einigkeit erzielt werden, jedoch aus unterschiedlichsten Facetten kleinster Spannungsfelder. Denn im Unterschied zum Ur-Stammtisch, in dessen dualer Mitte zur EINS die NULL ist, befindet sich in der Mitte unseres diesseitigen Weltenstammtisches ein kommunikativer Gegenpol - das sogenannte Wahrscheinlichkeiten-Potential oder auch das Ideen-Polster auf dem wir sitzen. Was heißt das?
Konfliktlösungen aus dem Wahrscheinlichkeiten-Potential
In einer Welt, die geprägt ist von Konflikten - wie sie im Spannungsfeld der „3“ entstehen, braucht es als Gegenpol die Konflikt-Lösung. Wo aber kommen diese Lösungen her? Aus kommunikativen Verbindungen mit dem Ur-Stammtisch. Und diese Aufgabe übernimmt die Mitte des Sechsecks, die SIEBEN, auch Traumraum genannt oder Wahrscheinlichkeiten-Potential. Von hier aus werden sie verschickt, die Konfliktlösungs-Impulse, mittels theometrischer Assoziationsmuster, den Informations-Codes - im Sinne alles durchdringender Quelldaten der Ur-Information. Sie - die Sieben - sendet auf der Wellenlänge der (Z-Achse) mitten hinein in den blinden Fleck unseres inneren (dritten) Auges.
Die „Hab Acht“-Lemniskate
Nehmen wir uns wieder einmal das Dreieck zu Hilfe. In der ersten Spielrunde waren wir mit vier Aspekten konfrontiert. Die zweite Runde läßt ähnliche Zusammenhänge erahnen: 5 – 6 –7 – 8. Drei Aspekte dieser Struktur haben wir bereits kennen gelernt. Sollte die ACHT die gleiche Rolle wie die VIER vertreten, nur auf einer anderen Ebene? Also eine weitere Art von Vierungs-Rolle? Genau. Als System-übergeordnete Steuerungs- und Regelungsgröße „HAB ACHT“, als Unendlichkeits-Symbol wie gleichermaßen Endlichkeits-Aspekt (denn das eine bedingt das andere) läßt sie den Fluß unendlich sich wandelnd fließen - in dem sie ihm begrenzend Ufer setzt. Hier haben wir sie dingfest gemacht, die Doppelhelix, das alles kontrollierende Wesen, die Schlange, die sich in den Schwanz beißt.
Dieser „HAB-ACHT-Fluß“ mit seinen befestigten Ufern aber führt uns mitten ins Zahlenmeer der Unendlichkeit. In das All der VIELFALT, wobei dieses ALLES (EINHEIT) vom NICHTS (SEINHEIT) begrenzt wird, also von der NULL. Schließlich brauchen wir die NULL, um in größere wie kleinere Zahlenräume hinein zu kommen. Der Fluß der ACHT hat seine Quelle in der Sieben. Teilt man nämlich den Stammtisch, das EINSSEIN durch seinen Mittelpunkt, die Sieben, im Sinne von 1:7 - dann entsteht eine Periode, die dem Zahlenfluß der Zellteilung entspricht (siehe Artikel „DER ZAHLEN-KRISTALL“ in Heft 6, MATRIX 3000). Denn Zellteilung und Zellverbindung korrespondieren miteinander. Das bedeutet, daß sich die Zellteilung wie ein Pfeil verhält, der - auf einer Kugel abgeschossen - wieder zum Absender zurück kommt. Oder, daß nichts zerschnitten, geteilt und damit abgetrennt werden kann, ohne auf dem Rückweg wieder sich zu verbinden. Verbinden mit der ursprünglichen EINHEIT. Unser LOGO wäre also das Symbol für Reisefreiheit, Wegorientierung, im Sinne eines Tickets: Bitte einmal hin und zurück. Selbst wenn wir nur einfach lösen würden, so kämen wir mit dieser Fahrkarte auf einem Rundkurs - bzw. durch Quantensprünge bedingten Spiralkurs (Form “L“) - wieder zurück in unsere Urheimat VITAO. Ob wir wollten oder nicht. Der sogenannte Ur-Sprung wäre tatsächlich vergleichbar mit einem Sprung, dem springenden Punkt, dem Hin- und Her, Auf und Ab, Heraus und Hinein im globalen Netzwerk zwischen EINHEIT und VIELFALT.
Teile und Herrsche
Das heißt im neuen Kontext: Teile und Verbinde! Laß auf die teilende VERTIKALE eine verbindende HORIZONTALE folgen. Herrschen würde also bedeuten, daß wir über das Zusammenführen, also über das VIEREN oder ACHTEN, über das Rücksicht nehmen, das RELIGIO zur Ganzheit uns entwickeln können. Der Stammtisch erwartet uns bereits, nimmt uns in seine schützenden Arme, gibt uns die Geborgenheit zurück, läßt uns wieder in die Stille zurückkommen. …
Die Reise in der ZEIT verliert ihr trennendes Wesen, das Hin-und-her-gerissen-werden gestaltet sich zum Hin- und Zurück, das Außen entwickelt sich zur inneren Einkehr. Doch der Pendelschlag unserer göttlichen Uhr tickt weiter, bis es zwölf geschlagen hat.
Die erste Ebene entspricht der
1-2-3-4
Die zweite Ebene entspricht der
5-6-7-8
Die dritte Ebene entspricht der
9-10-11-12
Aller guten Dinge sind drei
Und in diesem Blickwinkel wollen wir diese hohe Perspektive der DREI auch belassen (und nicht wieder eine VIER hinzuzaubern). Denn im ORIGINAL gibt es offensichtlich nur 3 Seiten - nämlich eine HORIZONTALE (X-Achse), eine VERTIKALE (Y-Achse) sowie eine VERBINDENDE (Z-Achse). Zum Senkrechten und Waagrechten gesellt sich die Z-Ebene des SOWOHL-ALS-AUCH. Sie gewährt den Ausblick wie den Einblick, wie auch den Überblick in die Zusammenhänge des Netzwerks. In diesem Kontext könnten diese Achsen / Ebenen ein Leitmotiv oder auch Gesetz repräsentieren:
WEG - WIDERSTAND - ÜBERWINDUNG
Die Waagrechte entspricht unserem Lebensweg. Die Senkrechte den Widerständen, die es schlußendlich zu überwinden gilt, um daran zu wachsen und sich mit Quantensprüngen der Wandlung in höhere Ebenen eines größeren Wahrnehmungs-Horizontes hoch zu schrauben, im Sinne der VITAO-Netzwerk-Perspektive oder auch dem EINSSEIN-Logo 1001.
David McLion
