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Mittwoch, 23. Januar 2008
THEOGRAPHIE
Theographie geht davon aus, dass „Alles-was-ist-und-miteinander-wirkt“ Gesetzen unterliegt, welche in einfachen theographischen Mustern sich manifestieren.
Theographische Muster (Thegramme) bilden keine konkreten Formen ab, sondern sind der Versuch, ein Prinzip oder eine Struktur-Dynamik zu repräsentieren. Theographie distanziert sich weitmöglich von Wertungen, verwendet zwar Zahlen, jedoch ohne diesen Symbolwerte zuzuordnen und ist bemüht, mit wenigen Mitteln und einer einfachen Terminologie „Zeiträume permanenter Wandlung“ sichtbar zu machen.
Anspruch theographischer Modelle:
Theographie sieht seine Berechtigung da, wo der lernende Nachwuchs Orientierung sucht: wie muss ich mir ZEIT vorstellen, wie gross ist das Universum, wie ist Alles mit Allem verknüpft...? Das Welt-Wissen ist derart umfangreich geworden, dass es Zeit wird, es modellhaft auf den theographischen Punkt zu bringen.
Theographische Muster /Theogramme sollen Inspiration sein im Verstehen zyklischer Prozesse und bildhaft nachvollziehbar Antworten ermöglichen, für Dimensionen, welche das menschliche Gehirn kaum mehr vollumfänglich nachvollziehen kann.
Das wohl am schwersten begreifbare Medium ist die ZEIT oder der ZEITPFEIL. Er durchdringt alles, verändert alles, ist unsichtbar, „produziert“ Begrifflichkeiten wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft oder auch Gleichzeitigkeit. Lebenszeit verdeutlicht eine gewisse Zeitspanne, ebenso Jahreszeit, Tageszeit, Zeitraum. Die Uhrzeit setzt in den Zeitpfeil einen festen Punkt. Das ZEITFENSTER beschreibt einen fokusierten Rahmen. Zeitempfinden drückt aus, dass Zeit zwar objektiv messbar ist aber subjektiven, emotionalen Beurteilungen unterliegt. Zeit entspricht gewissermassen auch einer QUALITÄT, beispielsweise wenn es um die erforderliche Reife eines Weines geht. Auch die ZEIT selbst muss „reif“ sein für bestimmte Veränderungsprozesse oder eine (kollektive) Wahrnehmung in der Gesellschaft.
ZEIT bewegt sich nicht sondern verändert Positionen, lässt wachsen und gedeihen, lässt Gedanken entstehen aus denen Ideen und Träume realisiert werden. ZEIT ist omnipräsent, INNEN wie AUSSEN in Gleichzeitigkeit. ZUKUNFT ist nicht ZEIT, die noch nicht präsent ist, sondern Entwicklung, welche noch vor uns liegt. EVOLUTION ist somit Entwicklung in der ZEIT. Da ZEIT nicht mit Bewegung gleichzusetzen ist, hat sie auch keine Richtung. Der ZEITPFEIL im Modell ist deshalb auch kein Richtungspfeil im üblichen Sinne sondern zeigt auf, wo Zukunft ist, wobei jeder Bruchteil eines Zeitwertes schon ein Teil dieser Zukunft ist. Deshalb ist ZEIT im Grunde genommen nur in der Vergangenheit wahrnehmbar, jedoch nicht als die ZEIT selbst sondern nur als das, was sie geschaffen, verändert oder zerstört hat.
Der Begriff „Ursache-Wirkung-Kette“ berührt die Frage nach dem „Woher und wohin“, nach „was war vor der Zeit“ oder der Frage nach dem „Anfang der Zeit“. Im theographischen Modell unterliegt ZEIT weder der Vorstellung von Vorher und Nachher noch von Anfang und Ende. ZEIT ist vielmehr ALLGEGENWART. Sie ist eigenschaftslos, unpersönlich, unbewegt, grenzenlos, AUSSEN wie INNEN - jedoch im Erfassen abhängig von einer beobachtenden Instanz, von Bewusstheit, sprich Wahrnehmungsfähigkeit. Sie lässt entstehen und vergehen ohne ihr SELBST zu verändern. Sie verbindet alles mit allem, durchwirkt Alles und Nichts, ist Gesetz des Auf und Nieder, der sieben fetten und sieben mageren Jahre, des Aufbaus und der Zerstörung, des Werden und Vergehens.
Terminologie:
ZEITRAUM NULL [0]
auch als KEINS oder das NICHTS (Nullraster) bezeichnet
ZEITRAUM EINS [1]
auch als EINS oder das ALLES bezeichnet
ZENTRUM [Z]
auch als DYNAMIK, ZEITPUNKT, ZEITACHSE, ZEITPFEIL oder das INNEN bezeichnet
ALLES-NICHTS [1-0]
auch als EINS-KEINS bezeichnet
ZEITRAUM-TEILCHEN [Q]
auch als KUGEL oder PERLE bezeichnet
Das EINE [Qm]
Schwingungsmuster von INNEN nach AUSSEN, auch als WACHSTUM bezeichnet
Das ANDERE [Qw]
Schwingungsmuster von AUSSEN nach INNEN, auch als WANDLUNG bezeichnet
[X]
der Wechsel vom Einen in das Andere - auch als Wendepunkt oder Umkehrpunkt bezeichnet
UNENDLICHKEIT [Q8]
auch als Periode 1-2-4-8-7-5-1 oder ZEITWELLE bezeichnet
Zahlen:
a) dienen der darzustellenden Abfolge zyklischen Geschehens;
b) wenn grösser als 9 werden die theosophischen Quersummen genommen;
c) nur mittels Quersummenbildung kann aus der unendlichen Zahlenreihe ein Muster entstehen;
Struktur und Dynamik
Abb. 01
Grundlage theographischer Muster bildet der NULLRASTERRAUM. Damit definiert sich das NICHTS als ein flächenhaftes Gitternetz einheitlicher kleinster Zeitraum-Quanten, welche über jeweils 6 Null-Berührungspunkte miteinander verknüpft sind. Die Sichtbarmachung der theographischen Grösse NULL als flächenhafte „Trägersubstanz“, in welche universale Ereignisse sicher und geordnet eingebettet sind, ermöglicht einfache Bildformeln für komplexe Zusammenhänge.
In Ergänzung zur NULL-Struktur hält das Modell eine DYNAMIK [Z] zur Verfügung, um Veränderung, Vielfalt, Wachstum und Wandlung in Gang zu setzen wie aufrecht zu erhalten: den ZEITPUNKT [Z].
Mit dieser Struktur-Dynamik-Grundlage schafft sich Theographie eine Basis, auf der Fragestellungen wie „was war vor der Zeit“ oder was war am „Anfang der Zeit“ nicht mehr zur Diskussion stehen. Die bewusst abstrakt gehaltene Plattform stellt damit weder einen GOTT noch eine URKNALL-Theorie infrage. Vielmehr bietet sie a priori einen „fruchtbaren“ Boden, auf dem etwas wachsen, sich entfalten und wandeln kann.
ZEITRAUM-TEILCHEN
Abb. 02
Im Nullrasterraum entspricht das Gitternetz der theographischen Grösse ZEITRAUM NULL [0]. Kugeln innerhalb der Ringe sind ZEITRAUM-TEILCHEN [Q] in Veränderung und Verschiedenheit [Qm][Qw]. 6 [Q] ringförmig angeordnet bilden den ZEITRAUM EINS [1] mit einem ZENTRUM [Z] oder auch INNEN sowie einem die [1] umgebenden AUSSEN. Die 2 x 3 [Q] - sichtbar gemacht durch die Farben blau oder rot - repräsentieren das EINE [Qm] und das ANDERE [Qw] im Sinne unterschiedlicher Schwingungsmuster resp. Veränderungs-Prozesse.
ZAHLEN-ZYKLUS
Abb. 03
Stellt man sich die 6 [Q] einmal als „Prinzip Kugelkette“ vor, verbunden durch einen feinen Faden [Z], so bietet dieses Prinzip bereits ein Bildmuster „endlicher Unendlichkeit“. Denn wenn UNENDLICHKEIT als Teilchen-Periode [Q8] darstellbar ist, wird sie als feste Grösse begreifbar und damit gewissermassen wie ein Teilchen „endlich“ begrenzt.
Die Vorstellung unendlich gross (RAUM), unendlich viele (ANZAHL), unendlich lang (ZEIT) ist für den Menschen sehr abstrakt. Deshalb sucht er nach Mitteln und Wegen, nach Gesetzen, Formeln und Symbolen, welche ihm mehr Sicherheit, Verständnis und Übersicht geben. Das KLEINSTE und das GRÖSSTE sollen einander verbunden sein, Mikrokosmos und Makrokosmos einander spiegeln. ALLES sollte wenn möglich im gleichen ZEITTAKT (Pulsschlag) rhythmisch schwingen, von einer einzigen „Unruhe“ beseelt sein.
Geht man davon aus, dass das „Schöpferische Prinzip“ modellhaft als Formel des ALLES-NICHTS (EINS-KEINS) dargestellt werden kann, dann sind schon einmal Grössenordnungen irrelevant, Formen, Konsistenzen, Masse und Gewichte spielen keine Rolle mehr, denn wir sind im Bereich des kybernetischen PRINZIPS gelandet. Was allein noch zählt sind WANDLUNG und WIEDERKEHR, die ASPEKTE der ZEITWELLE [Q8].
Die theosophische Quersummenbildung hilft uns jetzt weiter bei der Suche nach dem ZEIT-Wellenmuster. EINS-KEINS [1-0] entspricht ja einer unendlichen Kette von Teilungen, welche jedoch immer nur einen Annäherungswert an die Null ermöglichen. Schliesslich bleibt stets ein Restwert [1], welcher sich erneut zur Teilung in [Qm] und [Qw] ZEITRAUM-TEILCHEN anbietet.
Nach jedoch 7 Zahlen landen wir wieder bei der [1X] (Quersumme von 64 = 10 = 1[12]; von 4.096 = 19 = 10 = 1[13]...). Hieraus ergibt sich das Zahlenmuster [Q8] 1-2-4-8-7-5...1-2-4-8-7-5.... Ein ähnliches Muster erhält man, wenn man die EINS (oder die 10,100,1000...) durch 7 teilt: nämlich 0,14 285 714 285 714. Erst im Vergleich der beiden Zahlenreihen meldet sich eine Vermutung zu Wort, dass es sich womöglich um ein Muster handelt, welches 2 x 3 Zahlen resp. 2 Dreiecken zugeordnet werden könnte. Und tatsächlich zeigt sich, dass im HEXAGRAMM (Davidstern) die Zahlenreihenfolge sich anders darstellt.
WACHSTUM und WANDLUNG in WIEDERKEHR
Abb. 04
Perlen verkörpern zunächst die FORM, deren Innenleben mit komplexen Schwingungsmustern überraschen: ein „Kreislauf“ zwischen Wachstum und Wandlung um die Zeitachse [Z]. Aus seinem Zentrum heraus schwingt ES [Qm][Qw] sich an seine Wachstums- oder Sättigungsgrenze von INNEN nach AUSSEN bis hin zur Wendemarke [X], um ab diesem Punkt den Weg „zurück“ zum Zentrum [Z] anzutreten. Was zuvor sich ausgedehnt hat, verdichtet sich nun wieder, wandelt sich im ZEITRAUM EINS [1]. Der Begriff „Kreislauf“ vermittelt in diesem Kontext jedoch schnell ein falsches Bildmuster, denn Anfangspunkt [Q11] und Endpunkt [Q12] sind auf der ZEITACHSE verschoben (s. Abb. 05). WANDLUNG hat stattgefuden. WIEDERKEHR (ein neuer Zyklus) kann beginnen - nach dem gleichen theographischen Muster [Q8].
Abb. 05
BALANCE
Wo aber sind die Zahlen-Teilchen 3-6-9? In Abb. 06 begegnet man dieser „unsichtbaren Regelgrösse“ auf dem Weg zwischen INNEN und AUSSEN: im Zentrum der Kugeln. Erstmals bei der Zahlengrösse 3, dann bei der 6, der 9, der 12 (=3) usf. Im Zahlenzyklus [Q8] 1-2-4-8-7-5-1... repräsentieren 3-6-9-12... sozusagen das geistige Zentrum. Sie halten das System in der Balance zwischen dem EINEN [Qm] 1-4-7 und ANDEREN [Qw] 2-5-8. In der Zahlenpyramide 1-9 lässt sich eindrucksvoll die „Machtposition“ der 3-6-9 erkennen, wie sie in das EINE wie das ANDERE eingreift und in der Leere des 4. (schwarzen) Dreiecks (dem Schwerpunkt „0“ des gleichseitigen Dreiecks) die Waage hält.
3-6-9 ist weder das EINE, noch das ANDERE als vielmehr das „Sowohl-Als auch“: zwischen Schöpferplan und Evolution, zwischen Idee und Manifestation, impulsgebend, taktvoll, energisch, liebevoll, balancehaltend... (Abb. 06)
Abb. 06
